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Gastbeitrag

Crowdfunding Urbanism – Crowdfunding und Crowdsourcing als demokratisches Instrument in der Stadtentwicklung

Crowdfunding Urbanism – Crowdfunding und Crowdsourcing als demokratisches Instrument in der Stadtentwicklung © Fred Ernst

Je positiver das Feedback in einer frühen Phase der Entwicklung eines Projekts, desto wahrscheinlicher ist auch der zukünftige Erfolg.

Wie könnte sich Crowdfunding aber nun positiv auf die Planung von Projekten im urbanen Bereich auswirken?

Virtueller Raum verbindet
Das Internet als Kommunikationskanal ist wesentlicher Bestandteil einer Crowdfunding Kampagne. Dieser „virtuelle Raum für Austausch“ hat den großen Vorteil, dass Informationen leichter zugänglich und jederzeit abrufbar sind. Alle Beteiligten können sich leichter einbringen und vernetzen. Die Einbindung in Entscheidungsprozesse und das Auslagern von Aufgaben an eine Crowd, auch Crowdsourcing genannt, stärkt die Identifikation mit der eigenen Stadt und bewirkt einen positiven Imagewandel. „Crowdfunding und Crowdsourcing ist nicht unbedingt was neues, durch die Digitalisierung und die Schaffung von Webplattformen ist der Zugang leichter geworden. Diese Mechanismen auch für Bürgerinitiativen anzuwenden wäre durchaus spannend. Gelungene Beispiele dafür gibt es bereits in mehreren Ländern, wie zum Beispiel in Amerika und Niederlande“, so Morianz. 

Luchtsingel – eine Brücke von und für die Crowd
Die Brücke „Luchtsingel“ in Rotterdam ist eine 390 Meter lange hölzerne Brücke, die von den Architekten des niederländischen Architekturbüros ZUS gebaut wurde. Die gelb gestrichene Holzbrücke erstreckt sich von Rotterdams Hauptbahnhof bis hin zum stillgelegten Bahnhof Hofplein. Das Spezielle daran? Im Jahr 2012 wurde zur Realisierung dieser Fußgängerbrücke viel Unterstützung und auch Geld benötigt, was durch die Crowdfunding-Initiative “I Make Rotterdam” auch gelang. Mit einem Beitrag von 25 Euro konnte man seinen eigenen Namen auf einer Brückenplanke verewigen, es wurden über 8000 solcher Planken “verkauft”. Kristian Koreman und Elma van Boxel von ZUS glauben aber, „dass es bei der Crowdfunding-Aktion wichtiger war, die Unterstützung und das Vertrauen der Mitmenschen zu gewinnen, als Geld zu beschaffen. Viele Menschen sind zunächst skeptisch und zögerlich. Doch sobald sie mit einbezogen werden, begrüßen sie das Projekt.” Am 20. Juni 2015 wurde die Brücke anlässlich des Tages der Architektur eröffnet und verbindet seither drei Stadtviertel, die seit dem Ende des 2. Weltkriegs voneinander getrennt waren. Ziel war es, die Gegend nicht nur optisch und durch bessere Anbindung aufzuwerten, sondern auch die Wirtschaft anzukurbeln und dem Stadtteil einen Imagegewinn zu verschaffen.

© FK Austria Wien

Auch in Österreich gibt es bereits gelungene Infrastruktur-Projekte, wie das Fußballstadion des FK Austria Wien, das seit Sommer 2016 in Favoriten gebaut wird. Dieses Projekt wurde durch die Unterstützung von 633 Crowdinvestoren  innerhalb kürzester Zeit finanziert: In nur eineinhalb Tagen konnte der Verein 1,5 Millionen Euro durch die Fans lukrieren.  

Das der Einsatz von Crowd basierten Lösungen Potenzial hat steht fest, welche urbanen Projekte zukünftig gemeinsam mit der Crowd realisiert werden, wird sich zeigen...
 

Laura Sahin

Crowdfunding ist keine Wundermethode um schnell Geld einzusammeln. Wenn du es schaffst deine Crowd zu begeistern bekommst du aber viel mehr als nur „Funding“: Eine aktive Crowd, die hinter deinem Projekt steht, die Feedback gibt, die Ideen einbringt und zeigt, dass das eigene Projekt am richtigen Weg ist! www.crowdstrudel.com


Hinweis der CrowdCircus-Redaktion: Bitte beachten Sie, dass dieser Gastbeitrag von "Laura Sahin" erstellt wurde und von CrowdCircus redaktionell nicht bearbeitet wurde. Die darin wiedergegebenen Meinungen und Ansichten müssen deshalb nicht zwangsweise denen der CROWDCIRCUS GMBH entsprechen. Das Urheberecht ist stets den jeweiligen GastautorInnen zuzuordnen - eine Weiterverbreitung der Inhalte ist ohne ausdrückliche Genehmigung der AutorInnen nicht gestattet.