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"Zivilgesellschaftliches Engagement erleichtern" | Respekt.net im Interview

22.12.2017 08:27 "Unsere beiden wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind zum einen der Fokus auf Spenden und zum anderen eine ganz spezifische Crowd, deren Fokus auf zivilgesellschaftliche Projekte abzielt." | CrowdCircus im ausführlichen Plattforminterview mit Sepp Vinatzer, Vereinspräsident von Respekt.net.
"Zivilgesellschaftliches Engagement erleichtern" | Respekt.net im Interview

CrowdCircus.com: Wer oder was steckt eigentlich hinter der Crowdfunding-Plattform "Respekt.net"?

Sepp Vinatzer: Die Crowdfunding Plattform „Respekt.net“ ist ein Angebot des Vereins Respekt.net. Ziel des Vereins ist es, zivilgesellschaftliches Engagement zu erleichtern. Dabei finanzieren wir uns aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Die Plattform Respekt.net ist dabei eine Maßnahme, um dieses Ziel zu erreichen. Auf der einen Seite haben damit kleine Organisationen, Vereine oder Einzelpersonen eine Möglichkeit, Spendengelder für ihre Ideen zu sammeln. Auf der anderen Seite haben die User einen Marktplatz, um das zivilgesellschaftliche Engagement eben dieser Projekte und der Menschen dahinter, zu unterstützen.

CrowdCircus.com: Wie lange gibt es die Plattform bereits und welche Projektanzahl und welches Volumen konnte "Respekt.net" bislang erfolgreich abwickeln?

Sepp Vinatzer: Seit der Gründung der Plattform in 2010 bis Oktober 2017 haben insgesamt 338 Projekte die Finanzierung geschafft. Damit floss ein Gesamtvolumen von 1,8 Millionen EUR in das zivilgesellschaftliche Engagement der InitiatorInnen.

Sepp Vinatzer, Vereinspräsident, Respekt.net


CrowdCircus.com: Was waren rückblickend gesehen die größten Hürden, die "Respekt.net" meistern musste, um seine heutige Marktposition zu erreichen?

Sepp Vinatzer: Die größte Herausforderung war und bleibt auf jeden Fall, dass die Plattform mit den sich stetig verändernden Anforderungen der User als auch der ProjekteinerInnen Schritt halten kann.

Auf der einen Seite gilt es eine Crowd aufzubauen, die sich regelmäßig auf der Plattform tummelt und nicht nur einmal für eine einzelne Spende oder ein Voting für einen Award vorbeischaut. Das ist eine Aufgabe, die uns tagtäglich vor Herausforderungen stellt:

Wie können wir die Newsletter und Social Media Inhalte interessant verpacken? Welche Informationen benötigen potentielle SpenderInnen, um auch wirklich ein Bild von den Projekten zu bekommen? Das beinhaltet natürlich auch, nicht alle User mit denselben Informationen zu bespielen, sondern die Projekte auch gezielt an die richtige Zielgruppe zu bringen: SpenderInnen für politische Projekte in Österreich haben möglicherweise weniger Interesse an Projekten in Asien oder Afrika zur Entwicklungszusammenarbeit.

Auf der anderen Seite stehen natürlich die ProjektinitiatorInnen, die keine großen Fundraising Abteilungen haben und natürlich auch Hilfestellungen benötigen. Wir versuchen bei Neuerungen auf der Plattform uns auch immer vor Augen zu halten, welche Features oder Schritte bis hin zum Projektabschluss für die ProjektinitiatorInnen optimiert werden können.

CrowdCircus.com: Im deutschsprachigen Raum haben sich mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlichster Crowdfunding-Plattformen am Markt positioniert. Wie kann sich Respekt.net in diesem kompetitiven Marktumfeld differenzieren? Worin bestehen die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale?

Sepp Vinatzer: Unsere beiden wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind zum einen der Fokus auf Spenden und zum anderen eine ganz spezifische Crowd, deren Fokus auf zivilgesellschaftliche Projekte abzielt. Außerdem wird die Plattform von einem gemeinnützigen Verein getragen, womit auch keinerlei gewinnorientierte Interessen hinter Respekt.net stehen. Die Plattform versucht über die Abwicklungsgebühr lediglich die grundlegenden Kosten zu decken.

CrowdCircus.com: Auf welche Projekt-Highlights blickt das Respekt.net-Team besonders gerne und stolz zurück?

Sepp Vinatzer: Die beiden Orte der Respekts Kampagnen waren zwei absolute Höhepunkte. Das Ziel dieser Kampagnen war es, in ganz Österreich eingereichte Projekte mit einer Jury sich anzuschauen und auch mit Preisgeldern diese Initiativen zu unterstützen. Den Einblick in die unterschiedlichsten Ideen und Umsetzungen auch in den Bundesländern war einmalig.

CrowdCircus.com: Was sollten Projekte, die sich für eine Crowdfunding-Kampagne auf Respekt.net interessieren, vor einer Bewerbung unbedingt beachten?

Sepp Vinatzer: Die beiden wichtigsten Fragen, die sich jeder stellen sollte vor einem Crowdfunding, das auf Spenden abzielt sind …

… erstens: Habe ich eine eigene Crowd, die das Thema interessiert, die ich erreichen kann und die auch für das Projekt Spenden kann und will?

… und zweitens: Habe ich Zeit, Know-How und wenn nötig auch Kooperationspartner oder ein Budget, um auch die notwendige Vermarktung des Projektes voranzutreiben?

Eine Plattform kann noch so viele Funktionen und User zur Verfügung stellen – einen Großteil müssen die Projekte selbst stemmen. Schlussendlich steht jedes Projekt auf der Plattform in Konkurrenz mit anderen und wird von unserer Seite gleich beworben wie alle anderen. Respekt.net gibt lediglich die Sicherheit, dass durch das mögliche Scheitern des Projektes keine Kosten entstehen.

CrowdCircus.com: Vielen Dank für das Gespräch & weiterhin viel Erfolg!

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