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Seedmatch-Fundingindex: Startups bieten Crowdinvestoren 15 Prozent Rendite p. a.

17.12.2018 20:40 Zum ersten Mal in der Branche wurde die Rendite beim Crowdinvesting in Startups wissenschaftlich untersucht. Der von Seedmatch veröffentlichte Fundingindex hat errechnet, dass mit Crowdinvesting in Startups eine Rendite von 15 Prozent p. a. nach CAGR (Compound Annual Growth Rate) erreicht werden kann. Die für die Erstellung des Index verwendeten Zahlen stammen aus einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Seedmatch-Fundingindex: Startups bieten Crowdinvestoren 15 Prozent Rendite p. a.

Dazu wurde die Entwicklung der zwischen 2011 und 2014 auf Seedmatch finanzierten Startups und deren Auswirkung auf die Rendite der Kleinanleger bis zum 31.12.2017 nach wissenschaftlichen Standards untersucht. So flossen 57 Unternehmen mit insgesamt 68 Finanzierungsrunden in die Analyse ein.

„Crowdinvesting in junge Unternehmen stand schon häufig in der Kritik – insbesondere, wenn ein schwarmfinanziertes Startup Insolvenz anmelden musste. Da es häufig die negativen Beispiele sind, die in Erinnerung bleiben,  wollten wir herausfinden, wie sich Crowdinvestments in Startups tatsächlich schlagen”, erklärt Seedmatch-Geschäftsführer Johannes Ranscht das Forschungsinteresse von Seedmatch und der Universität Oldenburg.

Junge Unternehmen ermöglichen höhere Rendite als der DAX

„Natürlich gibt es beim Crowdinvesting auch den einen oder anderen Ausfall. Doch schon wenige Unternehmen mit einer guten Performance reichen im Anlegerportfolio aus, um die Rendite in die Höhe zu treiben. Damit entwickelten sich zusammengenommen unsere jungen Unternehmen auf Seedmatch besser als der DAX im selben Zeitraum, der unter denselben Investitionsvoraussetzungen eine Rendite von 13 Prozent erreicht hätte”, vergleicht Ranscht das Ergebnis des Index. Bei 68 Finanzierungsrunden in den untersuchten Jahren 2011 bis 2014 erhält der Investor bei einer Kapitalanlage von insgesamt 17.000 Euro im Jahr 2017 40.052 Euro zurück. Damit wurde eine Netto-Rendite von 23.052 Euro und eine Gesamtsteigerung von 136 Prozent erzielt. Im Gegensatz zu anderen Kapitalanlagen fallen für Investoren keinerlei Nebenkosten wie etwa Abschluss-, Depot- oder Tradingkosten an. „Im Crowdinvesting wird jeder Investor zu seinem eigenen Anlageberater und nimmt entscheidenden Einfluss auf seine Renditeerwartung”, so Ranscht weiter. Bei Crowdinvestmentanbietern wie Seedmatch entscheiden die Investoren individuell, in welche Kampagne sie wie viel Geld investieren, ob sie Rückkaufangebote annehmen und wie lange sie in das Unternehmen investiert bleiben möchten.

Methodik und Grundannahmen

Für die Berechnung der Renditeerwartung im Jahr 2017 wurde angenommen, dass ein fiktiver Investor in jede Funding-Kampagne zwischen dem 1.1.2011 und dem 31.12.2014 den Mindestinvestmentbetrag von 250 Euro investiert. Hatte ein Startup im Untersuchungszeitraum eine zweite oder gar mehr Crowdfunding-Kampagnen abgeschlossen, so wurden auch diese Kampagnen mit jeweils 250 Euro mitfinanziert. Maßgeblich für die Auswahl der Kampagnen war die abgeschlossene Finanzierung zum Stichtag 31.12.2014. Junge Unternehmen benötigen Zeit, sich zu entwickeln – im Schnitt erreichen sie erst vier bis sechs Jahre nach Gründung wirtschaftliche Stabilität und treten in die Wachstumsphase ein. Entsprechend wurde der zeitliche Abstand zwischen der erfolgreichen Finanzierung und der Renditeauszahlung gewählt.

Weiterhin wurde angenommen, dass mit Wirksamkeit zum 31.12.2017 alle Investmentverträge gekündigt wurden. Vorherige Rückkaufoptionen fanden keine Berücksichtigung – auch wenn sie höher ausfielen als die spätere Rückzahlung. Abgeschlossene Insolvenzen sowie noch laufende Insolvenzen, Liquidationen (begonnen und/oder abgeschlossen) oder mangels Masse abgelehnte Insolvenzverfahren der Startups wurden pauschal mit einer Negativrendite verbucht – auch, wenn Teilbeträge an die Investoren zurückgezahlt wurden oder das Schicksal des Unternehmens sowie damit das des Investments bei einem laufenden Insolvenzverfahren noch ungewiss ist. Auch hier gilt der Stichtag 31.12.2017.

Jährlicher Index geplant

„Wir wollen nun im jährlichen Turnus evaluieren, wie sich die Rendite je nach Unternehmensentwicklung über die Jahre hinweg verändert. Mit der stetigen Erweiterung des Untersuchungszeitraums schaffen wir erstmals ein Instrument zur Vergleichbarkeit mit anderen Kapitalanlageoptionen”, so Ranscht zur Fortführung des Index. Aber nicht nur die Renditeerwartung steht im Fokus. „Zudem wollen wir mit dem Index darlegen, dass unsere Investoren viel mehr tun, als nur in junge Gründerteams und eine attraktive Kapitalanlage zu investieren. Was bei allen öffentlichen und medialen Diskussionen gerne vergessen wird, sind die immensen Mehrwerte junger Unternehmen für die Gesellschaft und die Volkswirtschaft.” Neben der Rendite beleuchtet der Index ebenso steuerliche, wissenschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen von Investments in Startups.

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